Brennessel

brennessel_webGattung

Urtica spec.
(Urtica dioica – Große Nessel /Urtica urens – Kleine Nessel)
Urticaceae

Standort, Vorkommen

Die Nesselarten sind sehr häufig und wachsen bevorzugt in der Nähe von menschlichen Siedlungen in Gärten, an Zäunen, Grabenrändern, auf Schuttplätzen, an Wegrändern…

Inhaltsstoffe

Kieselsäure, Gerbstoffe, Amine (Histamine), Ameisensäure, Essigsäure, Mineralstoffe, Carotinoide, Flavonoide, Vitamine

Verwendung in der Küche

Die Blätter und die jungen, bis 20cm langen Sprossen, von April bis Juni zu Spinat, als Bierwürze, in Ausbackteig, getrocknet als Würze zu diversen Speisen, zu Kräuterkäse, zu Frischsaft, zu Eierspeisen, zu Kräutersauce, zu Gemüsegerichten, fein gehackt zu Salaten, als Brotbelag, zu Kräuterbutter oder als Tee.

Grünen Samen von Juli bis August als Brotbelag oder geröstet.
Samen von August bis Oktober als Trockengewürz oder zu Wein.

Insbesondere die Brennesselsamen, oder besser –früchte, enthalten sehr viele Eiweiße, Schleime, fettes Öl, Carotinoide und Chlorophylle und schmecken lecker in Müsli´s und Suppen oder über den Salat.

Verwendung in der Volksmedizin

Für Hippokrates, den berühmtesten Arzt der Antike, war die Brennessel die wichtigste Pflanze zur Blutreinigung. Heute ist wissenschaftlich nachgewiesen, was die alten Ärzte verschrieben und was in der Volksmedizin immer angewendet wurde. Brennessel ist eine der wichtigsten Heilpflanzen zur Vermeidung von Blutarmut und Eisenmangel, ein Vitalisierungsmittel für Leber, Bauchspeicheldrüse, Magen, Darm und Galle. Sie wird zur Vorbeugung von Nierenerkrankungen genommen, sie hilft bei Harnwegsinfekten und bei Prostatavergrößerung, weil der Harnfluß verbessert und die Restharnmenge vermindert wird. Brennessel treibt die Harnsäure aus dem Körper, deshalb wird sie auch von Gicht- und Rheumakranken geschätzt. Auch zur Durchblutungsförderung wird die Brennessel gerne eingesetzt.

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