Scharbockskraut

scharbockskraut_webGattung

Ranunculus ficaria
Hahnenfußgewächse Ranunculaceae

Standort, Vorkommen

Anzutreffen bei feuchten Wiesen, Gebüschen, Hecken oder lichten Laubwäldern und an Laubwaldrändern im Frühling.

Inhaltsstoffe

Vitamin C, Anemonin, Ptotoanemonin, Gerbstoffe, Saponine

Verwendung in der Küche

Blätter, Blütenknospen, Brutknöllchen

Die ersten Blättchen findet man an geschützten Stellen bereits Anfang Februar, bei mir höchstens Anfang März. Man kann sie bis in den April verwenden, danach beginnen die Blätter gelb zu werden und ab Mai findet man sie nicht mehr.
Das Scharbockskraut ist im zeitigen Frühjahr oft die erste Grünpflanze, die in großen Massen auftritt. Die Blätter des Scharbockskrautes bilden manchmal ganze Teppiche.
Nach den glänzenden Blättern erscheinen gelbe Blüten, die dem Blätterteppich ein fröhliches Leuchten hinzufügen.
Es ist besser, die Blätter in der Zeit vor der Blüte zu pflücken, damit man nicht zuviel Alkaloide aufnimmt. Hier und da wird berichtet, dass es beim Verzehr größerer Mengen zu Schleimhautreizungen kommen kann.

Verwendung in der Volksmedizin

Die Blätter des Scharbockskrautes haben gegen Frühjahrsmüdigkeit und Vitamin C Mangel eine wunderbare Wirkung.
Früher nannte man das Scharbockskraut auch Skorbutkraut, weil man damit Skorbut, die typische Seefahrerkrankheit, bei der am Ende alle Zähne ausfallen, heilen konnte.
Hildegard v. Bingen kurierte ganz andere Beschwerden damit: Gegen Hämorrhoiden und schmerzhafte Feigwarzen sowie andere Erkrankungen der Hoden. „Das kraut und wurzel grün zerstoßen und übergelegt, heylt und vertreibt feigblatern“ schreibt auch einige Hundert Jahre später Leonhardt Fuchs.

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