Schmalblättriges Weidenröschen

WeidenröschenGattung

Epilobium angustifolium
(Nachtkerzengewächse, Onagraceae)

Standort, Vorkommen

Rohbodenpionier, frische Waldschläge, Dämme, Schutthalden

Inhaltsstoffe

Gerbstoffe, Vitamin c, Eisen und andere Mineralstoffe

Verwendung in der Küche

junge Sprossen, Blätter, Blüten zu Gemüse, Salat, Tee, Dekoration…

Weidenröschensprossen findet man von April bis Mai. Sie haben ein spargelartiger Aroma und schmecken am besten, wenn die Blätter noch wie ein Schopf am Ende des Sprosses sitzen. Sie werden am besten frisch verwendet, lassen sich aber auch einfrieren.
Blätter werden bis zur Blütezeit gesammelt, denn danach werden sie immer bitterer im Geschmack. Weidenröschenblätter schmecken kräftig mit etwas pfeffrigen Nachgeschmack. Als Wildgemüse verwendet man die Blätter frisch.
Mit den süßlich schmeckenden Blüten des Weidenrösschens lassen sich nicht nur Kuchen wunderschön verzieren, sondern auch Salate, Suppen und Süßspeisen.
Für Tee kann man Blätter, zusammen mit Blüten an einem luftigen und warmen Ort auch trocknen.

Verwendung in der Volksmedizin

Traditionell wird das Weidenröschen eingesetzt bei:
Prostatavergrösserung und -entzündung, Blasenerkrankungen und Nierenerkrankungen sowie Nierenunterfunktionen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben diese Heilwirkung bewiesen, sagen die einen Quellen, wurde nicht bewiesen sagen die Anderen.

Interessantes

Eine so auffällig schöne Staude, die dazu noch wollige Samen in großen Mengen ausbildet, bezeichnete man früher als „Maria Bettstroh“ und band sie in den Kräuterstrauß der zu Maria Lichtmeß in der Kirche geweiht wurde. Brachte man sie danach ins Haus, erhofften sich die Menschen Schutz vor Blitz und Donner.
In manchen Indianer-Stämmen Nordamerikas benutzten die Schamanen das Weidenröschen zusammen mit anderen Pflanzen zum Räuchern oder Rauchen, um in eine Trance zu geraten, die ihnen bei der Heilung von Krankheiten helfen sollte.

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